„Marktstraße 18, Wunsch und Wirklichkeit liegen hier weit auseinander“

Die UWG hatte gestern Abend aus ganz einfachen Gründen gegen den Erwerb der Liegenschaft Marktstraße 18 gestimmt.

Im Rückblick auf die Haushaltskonsolidierung, die im Rat der Stadt Barsinghausen von SPD und Grünen 2012 beschlossen wurde und die Bürger dann in den Folgejahren mit sehr unangenehmen Sparmaßnahmen, Abgabenerhöhungen und Verzicht auf liebgewonnene Einrichtungen die Leidtragenden waren, hatten wir gestern Abend erwartet, dass die Politik sich einig darüber ist, nie wieder in solch eine Situation wie 2012 zu geraten und wirklich alles dafür zu tun, eine mögliche weitere Kommunal-“Insolvenz“ abzuwehren.

Bürgermeister Henning Schünhoff hatte Minuten zuvor den Haushalt 2023 und 2024 vorgestellt. Alle Anwesenden machten besorgte Gesichter, die schon kurz danach bei vielen wieder verflogen waren.

Aufgrund der schwersten Nachkriegskrise, die jeder Mensch in Deutschland derzeit stark zu spüren bekommt, ist es nicht erklärbar, auf der einen Seite den Bürgern Sparmaßnahmen und überbordende Inflation zuzumuten und gleichzeitig gutes und teures Geld auf den Thie zu werfen.
Es ist nicht dass Geld der Politik, es ist das Geld, dass die Politik für die Menschen vor Ort Verwalten muss und zwar Sorgsam, Verantwortungsvoll und mit Augenmaß!
Niemand weiß wo uns die derzeitige Krise noch hinführt und ob es am Ende überhaupt noch eine belebte Innenstadt wie derzeit gibt. Sich jetzt das Risiko weiterer möglichen Millionenverluste aufzuladen ist unverantwortlich und vor allem absolut unnötig, denn Barsinghausen schaut seit Jahrzehnten auf diese Immobilie, da wären zwei drei weitere Jahre überhaupt nicht aufgefallen.

Aufgrund der gestern getroffenen Entscheidung konnte die Fraktion der UWG dem danach verhandelten Nachtragshaushalt auf keinen Fall zustimmen.

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